Schlechte Aussichten für die Volksparteien

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© Poulsons Photography
07.09.2011

Mal mehr, mal weniger - aber insgesamt entscheiden sich die Wähler doch immer wieder für die großen Volksparteien. Das könnte sich in Zukunft ändern.

Wenn man den Blick in die Zukunft richtet, fragt man sich vielleicht, ob es in der Politik immer so weitergehen wird, dass den Wahlkampf letztlich entweder die CDU oder die SPD für sich entscheidet. Das vorauszusehen ist nicht leicht, doch wird man wohl am ehesten eine Antwort finden, wenn man das Wahlverhalten der Erstwähler betrachtet. Junge Wähler zwischen 18 und 22 Jahren, die in den kommenden Jahren die Wahlergebnisse zunehmend beeinflussen werden.

Das Meinungs- und Wahlforschungsinstitut infratest-dimap hat, so berichtet jetzt.de die Erstwähler bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern genauer unter die Lupe genommen und Erstaunliches herausgefunden: Die Erstwähler legen ein gänzlich anderes Wahlverhalten an den Tag, als der Durchschnitt der Bevölkerung.

Einheitliches Mittelfeld

Allein die SPD erreicht bei den jungen Leuten annähernd Ergebnisse, die den Begriff Volkspartei rechtfertigen. Mit 23 Prozent lag sie in der Gunst der Jugendlichen ganz vorn. Am anderen Ende der Skala liegt weit abgeschlagen die FDP mit vier Prozent. Dazwischen gibt es ein Mittelfeld, das sich in den Zahlen kaum unterscheidet. Piraten, Linke und Grüne liegen gleichauf mit 13 Prozent, die CDU setzt sich mit 14 Prozent kaum ab und die NPD erreicht als zweitstärkste Kraft 15 Prozent.

Müssen sich die etablierten Parteien also vor den Wählern von morgen fürchten? Schließlich findet sich dieses Phänomen offenbar nicht nur in Mecklenburg-Vorpommern. "Mecklenburg passt in den Befund der Erstwähler insgesamt. Diese Gruppe hat noch keinerlei Parteienbindung und ist sehr offen für kleine und neue Parteien. Das ist auch in anderen Bundesländern zu beobachten", so Richard Hilmer, Geschäftsführer von infratest-dimap. Allerdings nehme die Neigung, Exotisches zu wählen, mit zunehmendem Alter ab, wie sich auch bei der Landtagswahl nachweisen lasse.

Dennoch kein Grund für die "Großen", sich auszuruhen. Gerade für Prognosen hinsichtlich der Entwicklung der Piraten dürfte es noch zu früh sein. Es bleibt also abzuwarten, ob und wie sich die gewohnte Parteienlandschaft zukünftig ändert.

(pb)

2
Kommentare insgesamt

Sebastian O.
08.09.2011 21:48
reg. Mitglied
Naja ich ag nur die FiAP ( Finger im Arsch Partei) LOL

Leon H.
11.09.2011 13:16
Gast
Es bringt uns nicht weiter, wenn wir nur gegen die NPD wettern. An der Auslands- und Sozialpolitik muss sich etwas grundlegend ändern. Die Bürger werden zunehmend unzufriedener. Wenn das mit Merkel & Co so weitergeht, dann ist die Tendenz zu "Rechts" in Zukunft weiter steigend. "Kanonenfutter für rechte Vereinigungen ist mehr als vorrätig!"
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