Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit

City- & Szenenews

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© Wikipedia: FDP
06.11.2010

"20 Jahre liberale Politik in Freiheit in MV" hieß die Veranstaltung der FDP am Freitag in Rostock. Doch nicht nur vor einer falschen Einstellung gegenüber des Mauerfalls warnte Westerwelle.

Ernste Themen waren es, die während der Veranstaltung der FDP-Landtagsfraktion "20 Jahre liberale Politik in Freiheit in MV" am Freitag in Rostock thematisiert wurden. Insbesondere über die Mauer hatte sich der Vorsitzende und Bundesaußenminister Guido Westerwelle Gedanken gemacht.

"Die Mauer hat nichts Kultiges, das war keine Projektionsfläche für Graffiti-Künstler", sagte Westerwelle am Freitag der Ostsee-Zeitung zufolge. Die Mauer sei vielmehr ein "Instrument des Tötens und der Unterdrückung" gewesen. Besondere Aufmerksamkeit müsse man hingegen dem Bewusstsein widmen, das insbesondere junge Leute für die Wiedervereinigung entwickeln sollten: Für die ältere Generation gelte es, der jüngeren bewusst zu machen, dass die Lebenssituation, wie sie derzeit gegeben ist, keinesfalls selbstverständlich sei.

"Wir dürfen keine Dagegenrepublik werden"

Westerwelle maß allerdings noch einem weiteren Thema große Bedeutung bei: Möglicherweise könne Deutschland durch Blockaden den Anschluss an die internationale Konkurrenz verlieren. Schließlich lebe Deutschland wie kein anderes Land von seiner internationalen Vernetzung.

Diese sei aber eine Grundvoraussetzung, um den Wohlstand halten zu können - ohne derartige Projekte, wie Flughäfen oder Stromleitungen, ein unmögliches Unterfangen. "In der Schweiz wird der längste Eisenbahntunnel der Welt gefeiert - und wir haben Probleme mit einem Bahnhofsbau. Wir müssen aufpassen, dass wir keine Dagegenrepublik werden." Die positive Entwicklung, die Deutschland hinter sich hat, wäre mit einer solchen Einstellung schließlich gar nicht möglich gewesen.

(nm)
37
Kommentare insgesamt

Norman K.
06.11.2010 17:07
Gast
Kaum mit nen paar Prozent im Landtag und schon behaupten, dass man der "King im Ring" ist. Nach den nächsten wahlen verschwinden die eh wieder in der Bedeutungslosigkeit.

In Berlin bist du besser aufgehoben Guido.

Professor A.
06.11.2010 17:10
Gast
"Wir dürfen keine Dagegenrepublik werden"

Passt ja zu einer Mitläuferpartei, die ihre Ansichten immer der gerade führenden Spitze anpasst. Mal so, mal so - hauptsache, immer dabei.

Face To Face
06.11.2010 17:21
reg. Mitglied
dazu sage ich nur eines - "Spätrömische Dekadenz in Gelb"

nach der nächsten Bundestagswahl regulieren sich die Dinge wieder ... die FDP hat nichts dazugelernt!!!

Xtreme
06.11.2010 17:37
Gast
vielleicht erklärt einer mal dem Spass Guido was Demokratie heisst. Das dann in Dagagenrepublik zu münzen zeigt welch Geistes Kind die FDP doch ist.

Toby G.
06.11.2010 17:41
Gast
Möglicherweise könne Deutschland durch Blockaden den Anschluss an die internationale Konkurrenz verlieren. Schließlich lebe Deutschland wie kein anderes Land von seiner internationalen Vernetzung.

Diese sei aber eine Grundvoraussetzung, um den Wohlstand halten zu können - ohne derartige Projekte, wie Flughäfen oder Stromleitungen, ein unmögliches Unterfangen.


Grundsätzlich falsch ist es aber auch nicht !

Xtreme
06.11.2010 17:59
Gast
logisch ist es nicht falsch und keiner wird einer grundsätzlichen Wahrheit widersprechen. politsch rethorisches Handwerk. Steuermillionen von Bürgern auszugeben, welche keine Stimme dazu haben dürfen muss dann wohl "grundsätzlich richtig sein".

Armine
06.11.2010 18:46
Gast
@Toby:

Westerwelle findet wieder mal markige Worte, für das, was er nicht versteht...
Aus reinem Populismus macht er aus einem regionalen Problem ein gesamtdeutsches.
Die Bürger sind sauer und dies vom CDU Wähler über die Grünen oder sonst etwas...und unabhängig von ihrem sozialen Status...
Da denkt ein Guido nicht etwa: vielleicht hat die Politik die Bürger nicht mitgenommen oder ihnen transparentere Strukturen vorenthalten...Nein, das Guido denkt, das Volk ist gegen die "weisen" Politiker und die Bürger massen sich an, die Entscheidungen in Frage zu stellen...
Das passt auch zu ihm, kleingeistig sein, großkotzig reden...

Martin F.
06.11.2010 18:49
Gast
soso, westerwelle will also dass wir keine "dagegen-republik" werden...

was hat herr westerwelle denn eigentlich 11 jahre in der opposition im bundestag gemacht? das ist ja wohl wieder mal nur lächerlich, was dieser außen-kasper da von sich gibt... die FDP behauptet, sie sei an dem aufschwung in D beteilig.
also wenn ich mich recht erinnere, hat die FDP im jahr 2008 alles dafür getan, um im bundesrat die konjunkturpakete zu stoppen, wo sich heute alle wirtschaftsexperten einig sind, dass diese zu der heutigen besseren situation in D beigetragen haben. dank der grünen, die damals dafür gestimmt haben, kam es doch nur zu dem "ja" im bundesrat...

wer ist denn nun die dagegenpartei?

PS@spion-team, bitte achtet in zukunft darauf, dass das logo meines lieblings fussballvereins nicht wieder auf der titelseite neben dem logo dieses klientelbettvorlegerhaufen, der bankern und wirtschaftsbosse

Davi d.
06.11.2010 19:53
Gast
Die Mauer sei vielmehr ein "Instrument ... der Unterdrückung" gewesen

Heute haben wir dafür die BRD!


"Wir dürfen keine Dagegenrepublik werden"

Da lehnen sich einmal die Bürger gegen die Politik auf und schon heißt es, man gefährde die Zukunft. Na dann also immer weiter Steuergeld in unnnötige Projekte stecken?!
Aber Hauptsache das Pack kann ihre Dagegen-Politik gegenüber dem Volk durchsetzen. Der hat vielleicht nen Demokratieverständnis
Schade, dass ich nicht da war^^

Toby G.
06.11.2010 20:39
Gast
@Armine
Mein Kommentar war mehr eine Hervorhebung für diejenigen, die der DDR nachjammern!
Ist mir schon bewusst das die alle nur wieder die Medien vollsabbern.

Deutschland hat vom Land her nicht viel zu bieten. Wenn die Gerechtigkeit der Globalisierung zuschlägt, werden wir das merken.
Die USA wird es dann richtig hart treffen. Also kein Fressie bei MC- Doof mehr.
37
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