Das große Robbenschlachten in Kanada beginnt

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Junge Robbe © Pedro Diaz 2008
09.04.2008



Am Donnerstag wird in Kanada offiziell die Jagdsaison für Robben eröffnet. Wie "sueddeutsche.de" berichtete, werden in dieser Zeit circa 70 Prozent der zum Abschuss freigegebenen Robben an der Ostküste Kanadas getötet.

Kurzfristig sah es danach aus, als ob die Schonfrist der Tiere verlängert würde, da vier Jäger bei einem Unfall ums Leben kamen. Ein Eisbrecher der Küstenwache hatte ein beschädigtes Boot der Robbenjäger abgeschleppt und es dabei zum Kentern gebracht. Vier der sechs Seeleute ertranken. Ein Fischerboot konnte die zwei weiteren Männer lebendig aus dem eiskalten Wasser des Sankt-Lozenz-Stroms retten.

Für diese Saison hat die kanadische Regierung die Fangquoten um 5.000 auf 275.000 Robben erhöht. Außerdem soll eine neue Verordnung für ein abgemildertes Sterben der Tiere sorgen. Die Meeressäuger müssen demnach bereits auf dem Eis durch Aufschneiden der Hauptschlagadern ausbluten. Mit dieser Maßnahme will die Regierung verhindern, dass die Robben bei lebendigem Leib gehäutet werden, um an Pelze und die wertvolle Fettschicht heranzukommen.

Zusätzlich stellte Kanada Aufsichtsbeamte ein, die das Abschlachten der Robben auf die erträglichere Art überwachen sollen. Die Mitarbeiterin des internationalen Tierschutzfonds, Sheryl Fink, hat von einem Helikopter andere Szenen auf dem Eis beobachtet: "Wir haben niemanden gesehen, der diese Regel befolgte." Ihren Angaben zufolge werden die Robben weiterhin einfach mit einem Knüppel bewusstlos geschlagen und dann auf Boote gezogen, wo sie qualvoll verenden.

Warum die kanadische Regierung nochmals die Fangquoten erhöhte, bleibt unklar. Die Preise für Robbenfelle hatten sich im letzten Jahr halbiert, da die Nachfrage stetig sank. Die Europäische Union denkt derweil über ein generelles Importverbot für alle Produkte aus Robben nach. Ein wichtiger Schritt zum Schutz der Tiere.
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