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Thema: "Immobilie kaufen? Was spricht dafür und was dagegen?"


Mel87
16.10.2021 10:07
reg. Mitglied
Was spricht für den Kauf einer Immobilie und was dagegen? (Selbstnutzung)

Dabei kann davon ausgegangen werden, dass genügend Eigenkapital (25-50%) gegeben ist und der Rest durch eine Finanzierung gedeckt wäre.

Ach und ich frag für eine Freundin

Dirk L.
16.10.2021 14:13
Gast
Es gibt verschiedene Sichtweisen. (Pro / Kontra)
Lobenswert ist ja, das du dir vorher Gedanken machst.

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Es ist quasi eine Endlos Diskussion.
Es kommt ja auch darauf an, wie der aktuelle Ist-Zustand ist.
Und was du erreichen möchtest.

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Für mich würde sowas nur in Frage kommen, wenn ich zu viel Geld hätte. Also Geld über.
Du musst dir bewusst sein, das du mit einem Haus immer Arbeit hast. Wenn es ein Haus werden sollte.
Garten, Renovierungen.

Bei einer Wohnung bist du flexibel und unabhängig.
Du kannst umziehen. Wie du möchtest.
Du kannst deine freie Zeit mit deiner Familie verbringen. (Musst keine Hecke schneiden oder Rasen machen)

Dirk L.
16.10.2021 14:14
Gast
Zu den Vorteilen.
Du könntest anderen Menschen eine große Freude machen. So könntest du dir eine schöne Immobilie kaufen und sie mir schenken.

Mel87
17.10.2021 10:18
reg. Mitglied
Sie möchten keine renovierungsbedürftige Bruchbude... Der Zustand sollte also so sein, dass sie nur Kleinigkeiten machen müssen, die man meist in einer gemieteten Immobilie auch macht. Da kommt es aber auch auf das Objekt an. Wenn ihnen der Boden nicht gefällt, wird er dann auch ausgetauscht.

Ein Garten soll auch dabei sein. Ob es dann eine Eigentumswohnung oder ein Haus wird, steht noch nicht fest. Man kann auch Firmen beauftragen, den Garten zu machen... oder von den Nachbarn die Kinder, die sich was dazu verdienen möchten.

Ich glaub sie möchten das schon für sich haben und nutzen. Du kannst doch warten, bis du etwas Geld übrig hast

Ju L.
17.10.2021 12:17
reg. Mitglied
Es ist ja nicht nur der garten... wenn irgendwas mit der Elektrik, der Wärmeversorgung (die meisten häuser haben eine therme) dem dach usw ist wird das schnell mal richtig teuer. Von einem Bekannten ist die therme mitten im Winter kaputt gegangen, die Reparatur kostete an die 10000 Euro(das haus war zu dem Zeitpunkt 10 jahre alt)...

Hrostock _.
17.10.2021 12:46
reg. Mitglied
Die Anschaffungskosten sind das Eine, die Unterhaltung etwas ganz anderes!
Bei der Anschaffung einer bereits vorhandenen Immobilie sollte man im Vorfeld genau auf alles achten und auch Gutachten einfordern. Hier geht es nicht ohne Profis vor Ort, der Laie hat keine Chance Mängel zu entdecken.

Die monatlichen Kosten für ein Haus sind nicht ganz ohne, es gibt keine Gemeinschaft wie in einem Mietshaus, wo Kosten geteilt werden können. Grundsteuer, Versicherungen, Abfall, ggf. Straßenreinigung, Schornsteinfeger, usw. Hinzu kommen regelmäßige Kosten für Wartung (z.B. Heizung).

Bei der aktuellen Lage auf dem Immobilienmarkt, sollte man Geduld mitbringen. Schnäppchen gibt es so gut wie nicht mehr, die Preise sind in den letzten Jahren ordentlich geklettert.

Ju L.
17.10.2021 14:44
reg. Mitglied
Richtig, die Preise für Grundstücke sind in den letzten Monaten richtig hoch geschossen. Was vor einem Jahr noch 60000€ incl Bruchbude gekostet hat, hat jetzt aktuell einen Wert von 90000€.
In der aktuellen Situation würde ich persönlich nichts kaufen

Mel87
17.10.2021 15:01
reg. Mitglied
Ja, an die unerwarteten Kosten haben sie auch gedacht. Da kann man monatlich Geld beiseite legen bei einem Haus genauso wie bei einer Eigentumswohnung. Dort gibt es Instandhaltungsrücklagen, die extra für solche Fälle gebildet werden und die monatlich gezahlt werden. Dann ist die Überraschung nicht ganz so groß, wenn mal etwas kaputt geht.

Wer sich ein Haus oder eine Wohnung kauft, sollte sich auch über die Nebenkosten Gedanken gemacht haben. Da kann man sich z. B. auch den Energieausweis zeigen lassen.

Ja die jetzige preisliche Situation ist nicht gerade gut. Aber sie haben Geduld und können warten bis die Immobilienblase platzt...
Sie können auch noch warten und schauen, was sich die zukünftige Regierung ausdenkt. Nach dem Baukindergeld wird es eventuell weitere Förderungen geben...
Und selbst wenn das nicht passiert oder kommt, sie müssen ja nichts kaufen

Ju L.
17.10.2021 16:25
reg. Mitglied
Dann ist die frage doch geklärt....? 😉

MichBeck
17.10.2021 17:10
Spion Team
die Immobilienblase wird sobald nicht platzen - hohe Volatilität auf den Aktienmärkten, geringe Zinsen oder gar Strafzinsen für erspartes und die lächerlichen Scheinbemühungen Schwarzgeld nachzuverfolgen - all das sorgt noch lange dafür, dass die Leute ihr Erspartes lieber in Sand, Stein und Beton stecken.

Aktuelle Niedrigzinsen tun ihr übriges.

Mel87
20.10.2021 18:26
reg. Mitglied
Du machst einem ja Hoffnung... Von mir aus können sie das Bargeld abschaffen, dann wär das Problem mit dem Schwarzgeld erledigt. Als Anlagemöglichkeit gibt es auch noch echtes Gold

MichBeck
20.10.2021 19:35
Spion Team
aber das ist doch auch längst völlig überbewertet, die Tulpen der Moderne

Mel87
22.10.2021 19:07
reg. Mitglied
Das stimmt. Nur man wird es schneller und flexibler wieder los als Betongold

MichBeck
25.10.2021 14:29
Spion Team
das ist unbestritten

Philipp Es war einmal
03.01.2022 10:38
reg. Mitglied
Meinst du...eher im Gegenteil!

Sail Dens
03.01.2022 17:59
reg. Mitglied
Ich möchte ein paar eigene Erfahrungen beisteuern (seit vielen Jahren mit selbstbewohntem und vermietetem Immobilieneigentum):
pro: selbstbestimmtes Wohnen, Du musst ggf. nur die WEG oder das Bauamt fragen, was baulich erlaubt ist. Vermögensbildung durch Darlehenstilgung, bei Vermietung sehr viel effektiver als bei Eigennutzung. Möglicherweise Inflationsschutz, aber nicht sicher
Contra: selbst bei Neubauten nach spätestens 15 Jahren erhebliche Instandhaltung zusätzlich zu Darlehensrate und laufenden Betriebskosten. Das muss dann auch wirklich da sein, das Geld dafür. Abhängig von Lage und Marktumfeld ggf. schwierige Veräußerung bei Umzug. Dann sollte die erzielbare Miete die Kosten und die Rate an die Bank decken. Bei Selbstnutzung fast keine steuerlichen Vergünstigungen, fast alle Kosten sind aus versteuertem Einkommen zu bestreiten.
Fazit: Es ist momentan viel teurer zu kaufen als zu mieten. Daher bei Selbstnutzung nur kaufen, wenn mindestens 30, besser 40% des Kaufpreises inkl. Nebenkosten ( Makler, Notar,Grundbuch etc.) als Eigenkapital da sind und dann immer noch Reserve für die kleinen Unfälle des Lebens übrig ist. Lasst Euch von keinem Verkäufer oder Vermittler bequatschen. Viel Erfolg!
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