Ostersegen: Papst schweigt zu Missbrauchsskandalen
City- & Szenenews
05.04.2010
Jeden Ostersonntag segnet der Papst die Welt mit dem "Urbi et Orbi". Die Missbrauchsskandale der letzten Monate legten einen düsteren Schatten über das diesjährige Fest - doch das Kirchenoberhaupt verlor kein Wort darüber.
In über 60 Sprachen sandte er Wünsche für ein "gesegnetes und frohes Osterfest" vom Petersplatz hinaus in die Welt.
Zehntausende Gläubige und Touristen nahmen trotz des Regens an der Zeremonie teil. Doch der Missbrauchsskandal, der bis zuletzt die katholische Kirche erschüttert hatte (der Spion berichtete), blieb von Benedikt XVI. gänzlich unbeachtet. Er gedachte den Opfern des Terrorismus und der sozialen und religiösen Diskriminierung; auch für die Opfer der tödlichen Erdbeben in Haiti und Chile fand der Papst trostspendende Worte. Für die Missbrauchsopfer nicht.
In der vorigen Nacht hatte das Kirchenoberhaupt im Petersdom die so genannte Osterwache geleitet: Die Entzündung des Osterlichts; einer Kerze, die die Auferstehung Jesu symbolisieren soll. Auch in der Predigt, die der Papst anlässlich dieser Zeremonie hielt, richtete er sich nicht an die Missbrauchsopfer. Stattdessen sprach er insbesondere über die Taufe - eine klare Absage an den Satan, da die Taufe dazu diene, die "Gewänder des Todes" und somit Unzucht und Unsittlichkeit abzulegen.
Entzieht er sich der Verantwortung?
Auch in Zukunft scheint eine Äußerung über die Missbrauchsfälle unwahrscheinlich. Mit dem "Urbi et Orbi" wurde das römische Osterfest beendet - und Papst Benedikt zieht sich, ganz auf Erholung bedacht, laut der Tagesschau auf seinen Landsitz in Castelgandalfo zurück.
(nm)
Jeden Ostersonntag segnet der Papst die Welt mit dem "Urbi et Orbi". Die Missbrauchsskandale der letzten Monate legten einen düsteren Schatten über das diesjährige Fest - doch das Kirchenoberhaupt verlor kein Wort darüber.
In über 60 Sprachen sandte er Wünsche für ein "gesegnetes und frohes Osterfest" vom Petersplatz hinaus in die Welt.
Zehntausende Gläubige und Touristen nahmen trotz des Regens an der Zeremonie teil. Doch der Missbrauchsskandal, der bis zuletzt die katholische Kirche erschüttert hatte (der Spion berichtete), blieb von Benedikt XVI. gänzlich unbeachtet. Er gedachte den Opfern des Terrorismus und der sozialen und religiösen Diskriminierung; auch für die Opfer der tödlichen Erdbeben in Haiti und Chile fand der Papst trostspendende Worte. Für die Missbrauchsopfer nicht.
In der vorigen Nacht hatte das Kirchenoberhaupt im Petersdom die so genannte Osterwache geleitet: Die Entzündung des Osterlichts; einer Kerze, die die Auferstehung Jesu symbolisieren soll. Auch in der Predigt, die der Papst anlässlich dieser Zeremonie hielt, richtete er sich nicht an die Missbrauchsopfer. Stattdessen sprach er insbesondere über die Taufe - eine klare Absage an den Satan, da die Taufe dazu diene, die "Gewänder des Todes" und somit Unzucht und Unsittlichkeit abzulegen.
Entzieht er sich der Verantwortung?
Auch in Zukunft scheint eine Äußerung über die Missbrauchsfälle unwahrscheinlich. Mit dem "Urbi et Orbi" wurde das römische Osterfest beendet - und Papst Benedikt zieht sich, ganz auf Erholung bedacht, laut der Tagesschau auf seinen Landsitz in Castelgandalfo zurück.
(nm)
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