Merkel und die Atomkonzerne

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© Heinz-Josef Lücking
23.08.2010

Die Energiekonzerne machen Druck, doch Bundeskanzlerin Angela Merkel bleibt standhaft. Vorerst jedenfalls sieht sie keine Alternativen zur Brennelementesteuer.

Die Atomwirtschaft bäumt sich auf. Mit einer Anzeigenkampagne machte sie am Wochenende gegen die Energiepolitik der Bundesregierung mobil. Anlass ist die Brennelementesteuer, die die Koalition beschlossen hat und die im September Gesetz werden soll. Sie soll 2,3 Milliarden Euro in die Haushaltskasse spülen und damit einen Teil der Gewinne abschröpfen, die den Konzernen durch die Laufzeitverlängerung bei den Kernkraftwerken entstehen.

Um wie viele Jahre die Laufzeiten verlängert werden sollen, ist Teil der Debatte. Wie Reuters Deutschland berichtet, halten Experten aus dem Justizministerium eine Verlängerung von höchstens zwei Jahren und vier Monaten für zulässig. Das Innenministerium hält dagegen zehn Jahre für möglich.

Steuer oder Vertrag?

Die Betreiber der Atomkraftwerke wollen die Brennelementesteuer loswerden, indem sie der Regierung eine vertragliche Regelung vorschlagen, nach der die Konzerne Teile ihrer Gewinne aus der Laufzeitverlängerung abführen würden, wenn sich die Koalition im Gegenzug zu einer Hinauszögerung des Atomausstiegs verpflichte. Das berichtet abendblatt.de. Kritiker warnen, die Regierung würde sich damit dem Verdacht der Käuflichkeit aussetzen.

Auch Angela Merkel scheint von dem Angebot der Industrie nicht viel zu halten. Sie sei zwar mit den Energiekonzernen im Gespräch über mögliche Alternativen zur Brennelementsteuer, aber die sehe sie im Moment noch nicht, wie sie am Sonntag in einem ZDF-Interview verlauten ließ. Eine Entscheidung werde im September gefällt.

(pb)

12
Kommentare insgesamt

23.08.2010 18:08
Gast
Endlich geht es mal den Leuten ans Geld, die genug davon haben!!

Andy E.
23.08.2010 18:29
reg. Mitglied
Frau Merkel soll mal wenigstens da standhaft bleiben und Rückrad beweisen. Sie hat uns schon oft genug enttäuscht.

Fiete70
23.08.2010 18:30
reg. Mitglied
Das glaubst du doch wohl selbst nicht. Ist doch klar,dass dann wieder die Strompreise erhöht werden und somit zahlen das doch wieder wir alle...

Andy E.
23.08.2010 18:56
reg. Mitglied
na ich warte das mal ab. es ist sowieso was faul an der regierung und den großen firmen. es ist nicht transparent genug. da gehören gremien hin die nicht belastet oder verstrickt sind.

23.08.2010 19:05
Gast
@ fiete70 , das sehe ich genauso , wer denn wieder der arsch , sind wohl denn mal wieder die verbraucher :/

23.08.2010 20:13
Gast
WAS FÜR EIN BESCHISS! zwischen der regierung und den konzernchefs gibt es absprachen, die laufzeiten werden verlängert (einnahmen 200 Milliarden € einnahmen für die Stromkonzerne bei 5 jahren) kosten durch die zusatzliche Abge 20 Milliarden)

Für mich ist dieses Aufbäumen der Stromkonzerne nichts als theater! um die abgabenthematik in den Focus zu rücken und vom Thema Laufzeitverlängerung (eigentlich sollten bis 2021 alle AKW geschlossen werden) abzulenken.

eine riesige schweinerei!
gruß an alle

KEVIN210588
23.08.2010 21:52
reg. Mitglied
@ Stephan so sehe ich das auch !!!
es wird nur blöd rumgelabert aber ändern tut sich trotzdem nichts egal wer sein Hugo unter den Vertrag setzt!!
mehr alternative Energien!!!!


Solar,Wind und Wasserkraft sind die Zukunft!!!!!

Pelmenipeter
23.08.2010 23:34
reg. Mitglied
ohne AKW kommen wir aber nicht aus
das ist heute so und wird auch noch in den nächsten Jahren so bleiben

24.08.2010 09:24
Gast
*lol*...

Letztendlich bleiben die Kosten auch wieder beim "kleinen" Verbraucher hängen. Ab nächster Woche wieder 10% Preisanstieg - laut den neusten Nachrichten.

Die Regierung sollte einige Förderprogramme Richtung "erneuerbare" Energie´n für die "kleinen" Steuererklärungen ausbauen - die sind teilweise immer noch über 5Jahre alt...

Steffen Reinhardt
12.03.2011 20:02
reg. Mitglied
Das stimmt so nicht geld bleibt kleinen hängen zahlt mass von Steuerzahlern sind nicht kleinen ist Mittelstand Unternehmen Tragen das was soll den Kleine zahlen ist witz so sieht dasaus nicht anders
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