M-V will Image des Billiglohnlandes loswerden
City- & Szenenews
24.08.2010
Am Montag beriet sich das Bündnis für Arbeit in Schwerin. Gemeinsam will man vor allem dem Fachkräftemangel im Land entgegenwirken. Dazu sei auch ein attraktives Lohnniveau wichtig, so Ministerpräsident Erwin Sellering.
Gemeinsam wollen Arbeitgeber, Gewerkschaften und Landesregierung gegen den Fachkräftemangel in M-V vorgehen. Das ist das Ergebnis der Beratungen des Bündnisses für Arbeit, die am Montag in Schwerin stattfanden. Wie NDR Online berichtet, kündigte Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) an, man habe einen Pakt zur Fachkräftesicherung im Land beschlossen. Wirtschaftsminister Jürgen Seidel (CDU) werde dafür bis zum nächsten Treffen des Bündnisses im Januar 2011 ein unterschriftsreifes Papier vorlegen.
Unternehmen müssen ihren Beitrag leisten
Sellering schloss sich der Expertenmeinung an, dass die Ursache für den Fachkräftemangel im Geburtenknick der 90er-Jahre zu suchen sei. Er betonte allerdings auch, die Unternehmen müssten ihren Beitrag leisten, dass junge Leute ihre berufliche Zukunft wieder vermehrt in Mecklenburg-Vorpommern sehen. Dazu seien Familienfreundlichkeit und Gesundheitsvorsorge im Unternehmen wichtig, es spiele aber auch immer wieder das Lohnniveau eine Rolle. "Wir haben sicher Bereiche, in denen die Entlohnung nicht gut ist. Aber es gibt viele gute Beispiele und die müssen noch mehr Schule machen", sagte der Ministerpräsident.
Bezüglich des Lohnniveaus hatte es in der Vergangenheit gerade gegen die Tourismus- und Dienstleistungsbranche Vorwürfe gegeben, sie würde mit schlechter Bezahlung die Abwanderung junger Fachkräfte fördern. Hier will das Bündnis für Arbeit ansetzen, das im Juni 2007 erstmals in dieser Legislaturperiode zusammengekommen war. Es befasst sich vor allem mit Fragen rund um den Wirtschaftsstandort Mecklenburg-Vorpommern, der Vereinbarkeit von Familie und Arbeit, der beruflichen Qualifizierung sowie der regionalen Entwicklung Vorpommerns.
(pb)
Am Montag beriet sich das Bündnis für Arbeit in Schwerin. Gemeinsam will man vor allem dem Fachkräftemangel im Land entgegenwirken. Dazu sei auch ein attraktives Lohnniveau wichtig, so Ministerpräsident Erwin Sellering.
Gemeinsam wollen Arbeitgeber, Gewerkschaften und Landesregierung gegen den Fachkräftemangel in M-V vorgehen. Das ist das Ergebnis der Beratungen des Bündnisses für Arbeit, die am Montag in Schwerin stattfanden. Wie NDR Online berichtet, kündigte Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) an, man habe einen Pakt zur Fachkräftesicherung im Land beschlossen. Wirtschaftsminister Jürgen Seidel (CDU) werde dafür bis zum nächsten Treffen des Bündnisses im Januar 2011 ein unterschriftsreifes Papier vorlegen.
Unternehmen müssen ihren Beitrag leisten
Sellering schloss sich der Expertenmeinung an, dass die Ursache für den Fachkräftemangel im Geburtenknick der 90er-Jahre zu suchen sei. Er betonte allerdings auch, die Unternehmen müssten ihren Beitrag leisten, dass junge Leute ihre berufliche Zukunft wieder vermehrt in Mecklenburg-Vorpommern sehen. Dazu seien Familienfreundlichkeit und Gesundheitsvorsorge im Unternehmen wichtig, es spiele aber auch immer wieder das Lohnniveau eine Rolle. "Wir haben sicher Bereiche, in denen die Entlohnung nicht gut ist. Aber es gibt viele gute Beispiele und die müssen noch mehr Schule machen", sagte der Ministerpräsident.
Bezüglich des Lohnniveaus hatte es in der Vergangenheit gerade gegen die Tourismus- und Dienstleistungsbranche Vorwürfe gegeben, sie würde mit schlechter Bezahlung die Abwanderung junger Fachkräfte fördern. Hier will das Bündnis für Arbeit ansetzen, das im Juni 2007 erstmals in dieser Legislaturperiode zusammengekommen war. Es befasst sich vor allem mit Fragen rund um den Wirtschaftsstandort Mecklenburg-Vorpommern, der Vereinbarkeit von Familie und Arbeit, der beruflichen Qualifizierung sowie der regionalen Entwicklung Vorpommerns.
(pb)

24.08.2010 17:39
Gast
ich würde eher sagen zu schlecht nezahlte jobs deswegen will hier keiner arbeiten
Ich sag nur scheiß Bezahlung!!! Denn würden nicht so viele abwandern nach Hamburg und so. Her mit den flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn, dass wäre schon mal ein guter Anfang.

24.08.2010 19:45
Gast
Genau, die Fachkräfte sind vorhanden, aber sie wollen nicht als ungelernte Hilfskraft auf teilzeitbasis bezahlt werden.
Sollten dennnoch Fachkräfte fehlen, so ist ist es in erster Linie die Aufgabe von Unternehmen diese Fachkräfte nach ihren Anforderungen und Bedürfnissen auszubilden.
Die Unternehmen leben ja noch immer in dem Irrglauben, dass Schulabgänger bereits fertig ausgebildete Fachkräfte für alle nur erdenklichen Berufe sind und schon 30 Jahre Berufserfahrung mitzubringen haben.
Entsprechend schieben die Unternehmen dann den Schulen den schwarzen Peter zu, weil diese ihnen ja keine perfektausgebildeten Fachkräfte mit Höchstqualifikation liefern.
Wer Fachkräfte haben will, muss diese auch selbst ausbilden.
Dann muss hier dringend etwas mit den Löhnen passieren.
Da gab es ja mal solche Aktionen, wo Freitags an Bahnhöfen Infostände waren, um Pendler für die Arbeit in MV zurückzugewinnen.
Da wurden diese Leute auch entsprechend befragt.
Einer erklärte dann, dass er lieber die Woche über lieber in Baden-Württemberg arbeiten geht, wo er das 6-Fache des Lohnes bekommt, den er mit seiner Qualifikation in MV bei mehr Arbeitsstunden bekommen würde. Von dem was er hier bekommen würde, könnte er nichtmal allein ohne zusätzliches Hartz-4 überleben, an eine Familie wäre nicht zu denken.
Dies bestätigten auch alle anderen, die über die Woche in anderen Bundesländern arbeiten, wo sie für die gleiche Arbeit deutlich mehr Geld (4x bis 6x soviel) verdienen, und ihre Familien nur am Wochenende sehen.
Für sie war auch eines klar. Solange in MV die Löhne nicht steigen, werden weiterhin junge Leute und Fachkräfte das Land verlassen und nur noch alte, arbeitslose, Pflegekräfte, Saisonkräfte und Geringstverdiener im Land zurückbleiben.
ARBEITEN IN MV = ARMUT TROTZ ARBEIT
Sollten dennnoch Fachkräfte fehlen, so ist ist es in erster Linie die Aufgabe von Unternehmen diese Fachkräfte nach ihren Anforderungen und Bedürfnissen auszubilden.
Die Unternehmen leben ja noch immer in dem Irrglauben, dass Schulabgänger bereits fertig ausgebildete Fachkräfte für alle nur erdenklichen Berufe sind und schon 30 Jahre Berufserfahrung mitzubringen haben.
Entsprechend schieben die Unternehmen dann den Schulen den schwarzen Peter zu, weil diese ihnen ja keine perfektausgebildeten Fachkräfte mit Höchstqualifikation liefern.
Wer Fachkräfte haben will, muss diese auch selbst ausbilden.
Dann muss hier dringend etwas mit den Löhnen passieren.
Da gab es ja mal solche Aktionen, wo Freitags an Bahnhöfen Infostände waren, um Pendler für die Arbeit in MV zurückzugewinnen.
Da wurden diese Leute auch entsprechend befragt.
Einer erklärte dann, dass er lieber die Woche über lieber in Baden-Württemberg arbeiten geht, wo er das 6-Fache des Lohnes bekommt, den er mit seiner Qualifikation in MV bei mehr Arbeitsstunden bekommen würde. Von dem was er hier bekommen würde, könnte er nichtmal allein ohne zusätzliches Hartz-4 überleben, an eine Familie wäre nicht zu denken.
Dies bestätigten auch alle anderen, die über die Woche in anderen Bundesländern arbeiten, wo sie für die gleiche Arbeit deutlich mehr Geld (4x bis 6x soviel) verdienen, und ihre Familien nur am Wochenende sehen.
Für sie war auch eines klar. Solange in MV die Löhne nicht steigen, werden weiterhin junge Leute und Fachkräfte das Land verlassen und nur noch alte, arbeitslose, Pflegekräfte, Saisonkräfte und Geringstverdiener im Land zurückbleiben.
ARBEITEN IN MV = ARMUT TROTZ ARBEIT

24.08.2010 20:16
Gast
Sicher sind die niedrigen Löhne ein Grund für die Abwanderung. Es ist ja auch kein Wunder wenn ein Harz lV - Empänger fast genauso viel an Geld bekommt wie eine Hotel- oder Restaurantfachfachkraft, die dafür einen haufen Überstunden schieben muss, in Schichten arbeitet und auch noch am Wochenende auf der Arbeit steht! Ist das gerecht?
Ich stehe in meinem Beruf auch meine 40 Stunden & muss zusätzlich HarzIV (Aufstockung zum Gehalt beantragen). Ist das nicht traurig ?
Irgendwann wollen meine Familie & ich auswandern.
Weg aus MV. Weg von zu viel Arbeit & zu wenig Lohn.
Wozu gehen wir Sonntag + Feiertag arbeiten, wenn andere komplett harz beziehen & genauso viel Kohle haben ? Scheiße


Würde mir zuhause nicht die Decke auf den Kopf fallen, würde ich echt zuhause bleiben
Irgendwann wollen meine Familie & ich auswandern.
Weg aus MV. Weg von zu viel Arbeit & zu wenig Lohn.
Wozu gehen wir Sonntag + Feiertag arbeiten, wenn andere komplett harz beziehen & genauso viel Kohle haben ? Scheiße



Würde mir zuhause nicht die Decke auf den Kopf fallen, würde ich echt zuhause bleiben
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