Feste Beziehung - ein Sexkiller?
City- & Szenenews
27.10.2008
Im Lauf der Zeit lässt die Häufigkeit nach - aber wie oft ist gut? Und funktioniert "Sex nach Plan"?
Täglich Sex nach Plan empfehlen zwei US-Ratgeber, um die Lust in der Partnerschaft wieder anzukurbeln. Ein Rezept, das nur wenige Deutsche ausprobieren möchten, wie eine Gewis-Umfrage der Frauenzeitschrift FÜR SIE ergab, die am Dienstag erscheint. Befragt wurden dabei 1.093 Männer und Frauen zwischen 30 und 59 Jahren, die seit mindestens fünf Jahren in einer festen Beziehung leben.
Täglich Sex?
Gerade mal 3 Prozent können sich vorstellen, täglichen Sex auszuprobieren. "Viel zu anstrengend", winken dagegen 94 Prozent den Vorschlag ab. 97 Prozent befürchten, dass dabei die Gefühle auf der Strecke bleiben, nahezu ebenso viele bezweifeln, dass sich die Erotik durch Sex nach Plan wiederbeleben lässt. Immerhin zwei Drittel der Befragten gaben an, dass sie die Flaute im Bett auf andere Weise zu überwinden suchen. Denn dass die Erotik im Lauf der Jahre zu kurz kommt, ist weit verbreitet. 55 Prozent der Männer und fast jede zweite Frau über 45 Jahren beklagt zu wenig Sex in der Partnerschaft.
Kleinster gemeinsamer Nenner
Ein hausgemachtes Problem, wie Sexualtherapeut Ulrich Clement weiß. "Die Partner reduzieren ihre Sexualität auf den kleinsten gemeinsamen Nenner", sagt der Professor für medizinische Psychologie an der Universität Heidelberg. "Damit verkleinern sie ihre sexuellen Möglichkeiten und erzeugen ihre Lustlosigkeit selbst."
Drüber reden - und vielleicht doch verabreden?
Clement rät Paaren, sich mit den eigenen erotischen Wünschen und denen des Partners auseinanderzusetzen. "So entsteht Neugier und Aufmerksamkeit für den Partner." Für Paare ohne zwischenmenschliche Probleme hält er die US-Methode für durchaus interessant. "Wenn Partner sich zum Liebesakt verabreden, übernehmen sie wieder aktiv die Gestaltung ihrer Sexualität", erläutert der Therapeut. "Das ist manchmal der richtige Ausweg aus einer sexuellen Flaute."
(ur)
Im Lauf der Zeit lässt die Häufigkeit nach - aber wie oft ist gut? Und funktioniert "Sex nach Plan"?
Täglich Sex nach Plan empfehlen zwei US-Ratgeber, um die Lust in der Partnerschaft wieder anzukurbeln. Ein Rezept, das nur wenige Deutsche ausprobieren möchten, wie eine Gewis-Umfrage der Frauenzeitschrift FÜR SIE ergab, die am Dienstag erscheint. Befragt wurden dabei 1.093 Männer und Frauen zwischen 30 und 59 Jahren, die seit mindestens fünf Jahren in einer festen Beziehung leben.
Täglich Sex?
Gerade mal 3 Prozent können sich vorstellen, täglichen Sex auszuprobieren. "Viel zu anstrengend", winken dagegen 94 Prozent den Vorschlag ab. 97 Prozent befürchten, dass dabei die Gefühle auf der Strecke bleiben, nahezu ebenso viele bezweifeln, dass sich die Erotik durch Sex nach Plan wiederbeleben lässt. Immerhin zwei Drittel der Befragten gaben an, dass sie die Flaute im Bett auf andere Weise zu überwinden suchen. Denn dass die Erotik im Lauf der Jahre zu kurz kommt, ist weit verbreitet. 55 Prozent der Männer und fast jede zweite Frau über 45 Jahren beklagt zu wenig Sex in der Partnerschaft.
Kleinster gemeinsamer Nenner
Ein hausgemachtes Problem, wie Sexualtherapeut Ulrich Clement weiß. "Die Partner reduzieren ihre Sexualität auf den kleinsten gemeinsamen Nenner", sagt der Professor für medizinische Psychologie an der Universität Heidelberg. "Damit verkleinern sie ihre sexuellen Möglichkeiten und erzeugen ihre Lustlosigkeit selbst."
Drüber reden - und vielleicht doch verabreden?
Clement rät Paaren, sich mit den eigenen erotischen Wünschen und denen des Partners auseinanderzusetzen. "So entsteht Neugier und Aufmerksamkeit für den Partner." Für Paare ohne zwischenmenschliche Probleme hält er die US-Methode für durchaus interessant. "Wenn Partner sich zum Liebesakt verabreden, übernehmen sie wieder aktiv die Gestaltung ihrer Sexualität", erläutert der Therapeut. "Das ist manchmal der richtige Ausweg aus einer sexuellen Flaute."
(ur)
weitere Nachrichten aus der Kategorie City- & Szenenews:
Diskriminierung oder lediglich polizeiliche Erfahrung? Weil ihn ein Bundespolizist aufgrund seiner Hautfarbe kontrollierte, erstattete ein dunkelhäutiger Deutscher Anzeige - und verlor.
» mehr lesen
38 Kommentare
In Großbritannien steigt der Absatz erotischer E-Books. Auch in Deutschland könnte das unerkannte Konsumieren erotisch-brisanter Geschichten Schule machen.
» mehr lesen
Am 4. August fällt der Startschuss für die nächtliche Laufveranstaltung in Rostock. Der persönliche Startschuss aber kann bereits jetzt abgefeuert werden - was nicht nur sportliche Vorteile birgt.
» mehr lesen



