Ausnahmezustand im Luftraum
City- & Szenenews
17.04.2010
Nichts geht mehr an Europas Flughäfen: Der Ausbruch eines isländischen Vulkans legte den gesamten Flugverkehr lahm. Die Chancen auf Besserung stehen schlecht, denn: Der Vulkan ist nach wie vor aktiv, und das Chaos, das er bereits angerichtet hat, ist kaum zu überwinden.
In ganz Europa sitzen abertausende Passagiere am Flughafen fest. Wann sie nach Hause zurückkehren, ist ungewiss.
Zum zweiten Mal in vier Wochen ist der Vulkan Eyjafjalla auf Island ausgebrochen - mit katastrophalen Folgen: Eine elf Meter hohe Aschewolke brachte den Flugverkehr in Nordeuropa komplett zum Erliegen. Nur die Terroranschläge auf das World-Trade-Center hatten bislang so verheerende Folgen auf den Luftraum.
Mindestens bis zum Nachmittag bleiben alle 16 internationalen Flughäfen sowie sämtliche Regionalflughäfen in Deutschland gesperrt. Die Lufthansa cancelte alle Flüge bis 20 Uhr; Ryanair annullierte sogar einen Großteil der Flüge bis Montagmittag. Anders Schweden und Norwegen: Hier habe die Aschekonzentration bereits so weit abgenommen, dass in nördlichen Landesteilen bereits wieder Flüge freigegeben werden konnten.
"Eyjafjalla" gibt keine Ruhe
Dass dieser Ausnahmezustand noch über das Wochenende hinaus anhält, ist dennoch mehr als wahrscheinlich: Der Vulkan stößt nach wie vor massive Wolken aus Wasserdampf und Asche aus. Die daraus entstehende Rauchsäule von acht Kilometern wird der Flugsicherheitsbehörde Eurocontrol sowie dem Deutschen Wetterdienst zufolge noch größere Teile überdecken als bisher; ein Ende der Vulkanaktivitäten ist nicht absehbar.
Das Ende der Vulkanaktivität würde darüber hinaus noch lange kein Ende des Chaos' im Luftraum bedeuten, denn: Kein Flugzeug steht derzeit dort, wo es stehen sollte. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer erinnert in der Tagesschau an den Streik der Lufthansa, der bereits heilloses Durcheinander verursacht hatte: "Jetzt haben wir es mit einer ungleich größeren Herausforderung zu tun. Es sind ja alle Fluggesellschaften betroffen." Um dem entgegenzugehen, sprachen sich bereits einige Politiker dafür aus, das Nachtflugverbot aufzuheben.
Schäden in Millionenhöhe
Ein verständlicher Vorschlag - wenn man bedenkt, wie teuer Flugausfälle sind. Bereits jetzt ist von Schäden in Höhe von 150 Millionen EUR pro Tag die Rede. Wieder andere profitieren von dem Chaos am Himmelszelt: Taxiunternehmen und Autovermieter verdienen sich derzeit eine goldene Nase. Auch Hotels scheinen die Not der Passagiere auszunutzen, wenn eine Übernachtung statt der üblichen 60 EUR hier und da schonmal 200 EUR kostet...
(nm)
Nichts geht mehr an Europas Flughäfen: Der Ausbruch eines isländischen Vulkans legte den gesamten Flugverkehr lahm. Die Chancen auf Besserung stehen schlecht, denn: Der Vulkan ist nach wie vor aktiv, und das Chaos, das er bereits angerichtet hat, ist kaum zu überwinden.
In ganz Europa sitzen abertausende Passagiere am Flughafen fest. Wann sie nach Hause zurückkehren, ist ungewiss.
Zum zweiten Mal in vier Wochen ist der Vulkan Eyjafjalla auf Island ausgebrochen - mit katastrophalen Folgen: Eine elf Meter hohe Aschewolke brachte den Flugverkehr in Nordeuropa komplett zum Erliegen. Nur die Terroranschläge auf das World-Trade-Center hatten bislang so verheerende Folgen auf den Luftraum.
Mindestens bis zum Nachmittag bleiben alle 16 internationalen Flughäfen sowie sämtliche Regionalflughäfen in Deutschland gesperrt. Die Lufthansa cancelte alle Flüge bis 20 Uhr; Ryanair annullierte sogar einen Großteil der Flüge bis Montagmittag. Anders Schweden und Norwegen: Hier habe die Aschekonzentration bereits so weit abgenommen, dass in nördlichen Landesteilen bereits wieder Flüge freigegeben werden konnten.
"Eyjafjalla" gibt keine Ruhe
Dass dieser Ausnahmezustand noch über das Wochenende hinaus anhält, ist dennoch mehr als wahrscheinlich: Der Vulkan stößt nach wie vor massive Wolken aus Wasserdampf und Asche aus. Die daraus entstehende Rauchsäule von acht Kilometern wird der Flugsicherheitsbehörde Eurocontrol sowie dem Deutschen Wetterdienst zufolge noch größere Teile überdecken als bisher; ein Ende der Vulkanaktivitäten ist nicht absehbar.
Das Ende der Vulkanaktivität würde darüber hinaus noch lange kein Ende des Chaos' im Luftraum bedeuten, denn: Kein Flugzeug steht derzeit dort, wo es stehen sollte. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer erinnert in der Tagesschau an den Streik der Lufthansa, der bereits heilloses Durcheinander verursacht hatte: "Jetzt haben wir es mit einer ungleich größeren Herausforderung zu tun. Es sind ja alle Fluggesellschaften betroffen." Um dem entgegenzugehen, sprachen sich bereits einige Politiker dafür aus, das Nachtflugverbot aufzuheben.
Schäden in Millionenhöhe
Ein verständlicher Vorschlag - wenn man bedenkt, wie teuer Flugausfälle sind. Bereits jetzt ist von Schäden in Höhe von 150 Millionen EUR pro Tag die Rede. Wieder andere profitieren von dem Chaos am Himmelszelt: Taxiunternehmen und Autovermieter verdienen sich derzeit eine goldene Nase. Auch Hotels scheinen die Not der Passagiere auszunutzen, wenn eine Übernachtung statt der üblichen 60 EUR hier und da schonmal 200 EUR kostet...
(nm)
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