Raab soll Eurovision Song Contest retten

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20.07.2009

Erst ja, dann nein, nun doch: Nicht nur soll Sefan Raab dem Eurovision Song Contest auf die Sprünge helfen, sein Sender ProSieben und die ARD haben außerdem eine ungewöhnliche und noch nie da gewesene Kooperation beschlossen.

Damit hat wohl niemand mehr gerechnet: Nachdem Stefan Raab im Mai die geplante Zusammenarbeit wegen zu komplizierter Entscheidungswege verneint hatte, meldet Spiegel Online heute, dass der Entertainer und sein Haussender ProSieben nun doch mit der ARD kooperieren werden. In erster Linie solle der 42-Jährige dem öffentlich-rechtlichen Sender bei der Suche nach einem deutschen Teilnehmer helfen. Dies geschehe in Zusammenarbeit seines Senders ProSieben mit der ARD sowie den Pop- und jungen Wellen des ARD-Hörfunks.

Geplant sei ein bundesweites Casting von jungen, bislang noch nicht bekannten Künstlern, aus denen 20 Finalisten hervorgehen. In acht Folgen solle der beste Kandidat gefunden werden. Stefan Raab werde die Shows moderieren und der Jury vorsitzen, die aus namhaften Musik- und Entertainmentgrößen bestehen solle. Am Ende entscheide das Fernsehpublikum, wer Deutschland beim Finale des Eurovision Song Contest am 29. Mai 2010 in Oslo vertrete.

"Senderübergreifendes Experiment"

Als wäre die Kooperation zwischen dem Privatsender ProSieben und der öffentlich-rechtlichen ARD nicht schon ungewöhnlich genug, wollen sich beide Sender bei der Ausstrahlung der geplanten acht Folgen abwechseln.

Die Senderchefs zeigten sich erfreut über die noch nie da gewesene Zusammenarbeit. "Wenn es um eine so große Sache geht, müssen Grenzen überwunden werden", sagte Andreas Bartl, Vorstand bei ProSiebenSat.1 laut Spiegel Online. Lutz Marmor, Intendant des NDR, nannte die Kooperation ein "senderübergreifendes Experiment", das besonders beim Grand Prix Sinn mache. Stefan Raab selbst brauchte nicht viele Worte, um das nun doch noch zustande gekommene Projekt zu kommentieren. "Na also, geht doch ...", habe der Entertainer laut einer Pressemeldung des NDR gesagt.

(sh)
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